Reverse

Durch die Um­keh­rung ent­zieht sich die Fo­to­gra­fie ihrem do­ku­men­ta­ri­schen Cha­rak­ter und trans­for­miert sich zur ab­s­trak­ten Ober­flä­che. In der Ma­le­rei "Schich­tun­gen" grei­fe ich die­sen Zu­stand auf. Die Bil­der ent­ste­hen nicht als Ab­bild einer Land­schaft, son­dern als lang­sa­mer Auf­bau von Fa­r­bräu­men und Har­mo­ni­en. Fo­to­gra­fie und Ma­le­rei un­ter­su­chen, wie Land­schaft zu Struk­tur wird. Die Um­keh­rung "Re­ver­se" ist dabei nicht nur eine for­ma­le Geste. Sie ist eine Ver­schie­bung der Wahr­neh­mung. Sie ent­zieht dem Motiv seine Selbst­ver­ständ­lich­keit und macht sicht­bar, dass Land­schaft immer Kon­struk­ti­on ist – geo­lo­gisch, vi­su­ell, kul­tu­rell. Sie ver­steht Land­schaft nicht als Re­prä­sen­ta­ti­on, son­dern als Pro­zess der Schich­tung. Fa­r­bräu­me ent­ste­hen durch Über­la­ge­rung, Ver­dich­tung und Aus­las­sung; das Bild kon­sti­tu­iert sich als Ma­te­ri­a­li­tät statt als Ab­bild.

{{ Suche }}
search