A/symmetrie

Die Arbeit A/symmetrie entwickelte sich durch die spielerische Auseinandersetzung mit der Symmetrie und Asymmetrie im urbanen Raum. Durch neue Bildkomposition entstanden Räume, wodurch die konventionelle Sichtweise in Frage gestellt wird. Die reell existierenden und sich wiederholenden urbanen Situationen suggerieren eine Wiedererkennung. Irritation tritt ein, wenn das Gewohnte sich anders darstellt und sich das Gesehene erst auf den zweiten Blick erschließt.
Beim fotografieren konzentrierte sich die Künstlerin auf die Achsensymmetrie im Bildaufbau. Auf beiden Bildhälften wiederholen sich die Bildelemente, Farben, Formen und Linien. Allein durch den Blick, Perspektive und die Bildkomposition, bzw. Fügung zweier Bilder entsteht das Neue. Die unregelmäßigen Positionen der Elemente, die fluchtenden Linien und die Perspektive heben die Scheinsymmetrie auf. Die Asymmetrie bedeutet hier Ordnung und Unordnung in der urbanen Architektur. Es geht um den Moment, wo die Ordnung durch die Unordnung aufgehoben wird. Ohne Symmetrie keine Asymmetrie. Der Titel spiegelt die virtuelle Verschiebung. Das was wir sehen, die Wirklichkeit, wird in Frage gestellt. Nicht streng nach ästhetischem Prinzip, die Einbildungskraft des Menschen bringt die Bildelemente zusammen.

Räume bekommen eine neuen Sinn, über die andere Perspektive, die neu konstruiert worden ist, ohne Eingriffe in die autonomen Bilder vorzunehmen, nicht collagiert, nicht verfremdet, manipuliert, sondern so wie sie fotografiert wurden. Durch einfache Mittel der Zusammenfügung verschiedener Bilder, durch den Rhythmus, abwechselnd Doppelseiten und einzelne Querformate, die manchmal wie zwei zusammengesetzte Bilder wirken, erhält die Arbeit ihre eigentümliche Spannung.

Es sind erschaffene Räume, ohne Menschen und ohne die Hektik des Urbanen. Ruhig und fließend, wie beim flanieren durch die Stadt. All die Details, Fläche und Farbe, Licht und Schatten, werden wichtig und verlangen Aufmerksamkeit.

die fläche
die winkel
die fluchten
in andere räume
ordnung durch unordnung
irritation
nur fassaden
eine senkrechte
um die ecke
wieder gleichschenklig
ohne symmetrie keine asymmetrie